Auf ein Wort - St. Bonifatius Erkner

SANKT
BONIFATIUS
ERKNER
Hl. DREIKÖNIGE
RAHNSDORF
St. Bonifatius Erkner
St. Bonifatius Erkner
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Auf ein Wort (von Hansjörg Blattner, Pfarrer von Erkner und Rüdersdorf)
Komm, Heiliger Geist, der Leben schafft
Durch den östlichen Speckgürtel muss ein Ruck gehen


Liebe Gemeindemitglieder
im Pastoralen Raum,

„Durch Deutschland muss ein Ruck gehen. Alle sind angesprochen. Alle müssen mitmachen.“ Die Ansage des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog vor nunmehr fünfundzwanzig Jahren an das durch die Wiedervereinigung stark herausgeforderte Land finde ich ganz passend auch für uns hier im Pastoralen Raum, kurz vor der Gründung der neuen Pfarrei.

Was ein solcher Ruck in christlicher Perspektive bedeutet, wird deutlich in der Botschaft von Papst Franziskus zum Weltgebetstag um geistliche Berufungen. Er lädt uns ein, über die Bedeutung von Berufung im Kontext einer synodalen Kirche nachzudenken: „Die Synodalität, das gemeinsame Voranschreiten, ist eine grundsätzliche Berufung für die Kirche, und nur in diesem Horizont ist es möglich, die verschiedenen Berufungen, Charismen und Dienste zu entdecken und zur Geltung kommen zu lassen. Gleichzeitig wissen wir, dass die Kirche existiert, um zu evangelisieren, aus sich herauszugehen und den Samen des Evangeliums in die Geschichte auszusäen. Eine solche Mission ist gerade dann möglich, wenn sie alle pastoralen Bereiche synergetisch miteinander verbindet, und wenn sie schon zuvor alle Jünger des Herrn miteinbezieht. Tatsächlich ist Kraft der empfangenen Taufe jedes Mitglied des Gottesvolkes ein missionarischer Jünger geworden. Jeder Getaufte ist, unabhängig von seiner Funktion in der Kirche und dem Bildungsniveau seines Glaubens, aktiver Träger der Evangelisierung. Wir müssen uns vor der Gesinnung hüten, Priester und Laien voneinander zu trennen und erstere als Hauptakteure und letztere als Ausführende zu betrachten. Die christliche Mission ist als das eine Volk Gottes, als Laien und Hirten gemeinsam, zu erfüllen. Die ganze Kirche ist eine evangelisierende Gemeinschaft.“

Michelangelo werden diese Worte zugeschrieben: ‚Jeder Steinblock birgt eine Statue in seinem Inneren, und es ist die Aufgabe des Bildhauers, sie zu entdecken‘. So schaut Gott auf uns: Er erblickt in jedem von uns Potenziale, die uns selbst manchmal unbekannt sind, und er wirkt im Laufe unseres Lebens unentwegt dahingehend, auf dass wir sie in den Dienst des Gemeinwohls stellen können.“

Lassen Sie sich vom Heiligen Geist einen Ruck geben. Packen Sie mit an, damit unsere künftige Pfarrei St. Jakobus ihre Mission erfüllen kann!


Ihr Hansjörg Blattner
Pfarrer von St. Bonifatius Erkner
und Hl. Familie Rüdersdorf



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